Bielefeld, 15.03.2017

“Messgenauigkeit bei Smart-Metern“, Studie der Universität Twente, Niederlande Stellungnahme der EasyMeter GmbH

Vergangene Woche ist in den deutschen Medien eine Studie der Universität Twente bekannt geworden, in der verschiedene, in den Niederlanden eingesetzte elektronische Stromzähler mit einem althergebrachten elektromechanischen Ferraris-Zähler verglichen wurden. Für die Messungen wurden einige moderne Energiesparlampen (LED und CFL) mit einem Dimmer heruntergeregelt und dabei hohe Stromspitzen bzw. nicht sinusförmige Ströme erzeugt. Die Messergebnisse variierten dabei stark sowohl in den negativen als auch in den positiven Bereich. Insbesondere Zähler mit sog. Hall-Sensoren oder Rogowski-Sensoren waren auffällig. Ein Zähler mit Shunt-Sensoren hatte kaum Abweichungen. Das unterschiedliche Verhalten von elektronischen Zählern bei hochfrequenten Strömen ist in Deutschland ein mit dem Aufkommen der DC/AC-Wandlereinspeisungen von Photovoltaikanlagen bekanntes Phänomen, da es bei Kontrollmessungen mit diversen Zählern zu unterschiedlichen Verbrauchsergebnissen kam.

EasyMeter ist als Hersteller sehr früh auf diese Thematik mit Beginn der Produktion im Jahre 2010 aufmerksam geworden und hatte bereits auf freiwilliger Basis den sogenannten Frequenztest im Bereich von 3-150KHz bei seinen Produkten durchführen lassen. EasyMeter verwendet das sogenannte Shunt-Messprinzip, das sich als äußerst robust gegenüber Fehlmessungen durch höherfrequente Stromanteile in der Verbraucher- oder Erzeugeranlage zeigt. Der eigens von EasyMeter entwickelte Messchip erreicht durch eine hohe Abtastrate und höchste Dynamik im Frequenzbereich von Gleichspannung 0Hz bis weit über 150kHz eine höchst mögliche Messgenauigkeit von typisch linear 0,2 % (bei Genauigkeitsklasse 2%). Auch in der Leistungsmessung über den gesamten Messbereich kann EasyMeter von ca. 10mA bis 100A eine Top-Genauigkeit in der vorgenannten Höhe einhalten.

Der Endverbraucher kann sich bei EasyMeter durch die im Display vorhandene Leistungsanzeige gerne selbst von der richtigen Messung überzeugen, in dem er eine handelsübliche LED-Leuchte mit z.B. 4 Watt Leistungsangabe, oder wie im Test mehrere Leuchten, zu und abschaltet. Der Zähler wird die Leistungsänderung jederzeit genau angeben. Bei Zählern, die zum Beispiel über einen Anbieter bereits online ausgelesen werden, wie z.B. Discovergy oder GetFresh.Energy, kann der Endverbraucher dies in Echtzeit sofort erkennen. Die Leistungsabweichung von z.B. 4 Watt mit einer einzelnen LED ist sogar bei einem Gesamtverbrauch von über 1000 Watt noch gut abzulesen! Jeder Endverbraucher kann überdies nach Abschalten aller Geräte den dann immer noch vorhandenen Restverbrauch durch die Standby-Geräte und in der Steckdose belassenen Ladegeräte für Handys, Funktelefone, Uhren u.Ä. erkennen. Dies war mit dem Ferraris-Zähler nie möglich.

Wir müssen nach über 1.200.000 ausgelieferten Zählern feststellen, dass der EasyMeter, verbunden mit einem Gateway, das Echtzeitwerte (Auflösung <= 1 Sekunde) liefert, sogar die Stromspitzen beim Einschalten des Kühlschranks oder anderer Verbraucher erfassen kann. Über eine ausgeklügelte Software zur Datendisaggregation kann durch die hohe zeitliche Auflösung und Genauigkeit des SmartMeters der sog. elektronische „Fingerprint" einzelner Verbraucher wie Waschmaschine, Trockner, Licht etc. erfasst und ausgewertet werden. Hiermit werden zukünftige Zusatzdienste wie Haushaltsalarme, gerätespezifische Verbrauchsanalysen und exakte Abrechnungen ermöglicht.

Lesen Sie dazu auch die Stellungnahme der PTB.

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